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Sie möchten unabhängig von Mineralölpreisen sein, den CO2-Ausstoss reduzieren oder die Wertschöpfung in Ihrem Betrieb erhöhen. Dann lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die Herstellung von Biokraftstoffen aus Raps mit unseren Ölpressen.

Der Rapsölkraftstoff muss einige Mindestanforderungen erfüllen, damit pflanzenöltaugliche Motoren weiterhin eine hohe Lebensdauer haben und gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.

Die Rapsölverarbeitung unterteilt sich grob in folgenden Schritten: Die Saat wird gereinigt, um Verunreinigungen zu entfernen. Anschliessend kann Raps schon direkt in die Ölpresse eingefüllt und daraus Truböl gewonnen werden. Dieses Truböl lässt man nun mehrere Tage/Wochen sedimentieren und filtriert dieses um reinen Kraftstoff zu erhalten. In grösseren Betrieben filtriert man das Öl direkt. Als Nebenprodukt der Ölpressung erhält man den wertvollen Presskuchen als Futtermittel.

Vorteile der eigenen Treibstoffgewinnung sind unter anderem die Erhöhung der Wertschöpfung, die Erschliessung sinnvoller Stoffkreisläufe und die Schonung der Umwelt.

Die Schritte der Ölgewinnung im Einzelnen:

Ölpresse

Unsere Ölpressen sind Schneckenpressen mit einem Lochseiher. Die vom Elektromotor angetriebene Pressschnecke presst die Saat hin zum Presskopf mit der endenden Pressdüse, welche die zylindrische Form des Presskuchens bestimmt. Der Ölaustritt erfolgt vor dem Presskopf über Ölaustrittskanäle. Bedeutsam bei unseren Ölpressen ist die Helixgeometrie der Pressschnecken und dessen Steigungswinkel. Hier verfügen wir über drei verschiedene Pressschnecken für unterschiedliche Einsatzzwecke. Vorteilhaft für die Kraftstoffgewinnung unserer Ölpressen ist der relativ kurze Lochseiher um geringe Phosphor-, Calcium- und Magnesiumgehalte zu erzielen.

Trüböl

Das Öl, das aus der Ölpresse austritt und noch mit Partikeln verunreinigt ist, wird nun in einem Truböltank gesammelt. Der Truböltank sollte möglichst geschlossen sein damit eine Oxidation mit Luftsauerstoff vermieden und eine weitere Fremdverunreinigung verhindert wird. Die ölfreie Verschmutzung ist Abhängig von der Rapssaatqualität und liegt im Truböl bei unseren Ölpressen zwischen ca. 9 und 14 g/kg.

Das einfachste Verfahren um nun die enthaltenen Partikel zu trennen ist mittels Sedimentation. Die Sedimentation wird über einen Zeitraum von oft mehreren Wochen durchgeführt und die geklärte Flüssigkeit wird von oben unter dem Flüssigkeitsspiegel entnommen.

Filtration zur Endreinigung/Sicherheitsfiltration

(bei genügender Sedimentation möglich, ansonsten muss davor noch ein weiterer Hauptfilter geschalten werden)

Bei der Filtration ist auf die genaue und vorallem genügend grosse Auslegung der Filterfläche zu achten, damit der Filter keinen zu schnellen Druckanstieg verzeichnet. Zur Filtration gibt es zum Beispiel Beutelfilter, Kerzenfilter oder Tiefenschichtenfilter.

Öllagerung

Die Öllagerung unterliegt gewissen bundes- und landesrechtlichen Vorgaben, welche zu beachten sind. Zur Lagerung eignen sich am besten IBC-Behälter, welche sich in Gitterboxen auf einer Palette befinden. Da diese meist aus lichtdurchlässigen Kunststoff gefertigt sind, ist ein Anstrich für den Lichtschutz zu empfehlen.

Einflussfaktoren zu Rapsölkraftstoffen:

– Die Ölpressung hat Einfluss auf die Gesamtverschmutzung im Truböl, sowie den Phosphor-, Calcium- und Magnesiumgehalt. Diese Stoffe können zu Ablagerungen im Brennraum, an Einspritzdüsen und Ventilen führen, die Funktionalität von Katalysatoren beeinflussen sowie als Aschebildner Russpartikelfilter verstopfen.Ein hoher Anteil an Phosphor senkt zudem die Verbrennungstemperatur und besonders Katalysatoren weisen eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Phosphorverbindungen auf. Ebenfalls können Aschen aus der Verbrennung phosphorhaltiger Verbindungen den Russpartikelfilter verstopfen.

– Die Öllagerung hat Einfluss auf die Oxidationsstabilität

– Der Wassergehalt ist durch die Öllagerung zu beeinflussen

– Flammpunkt, Viskosität, Heizwert und Zündwilligkeit des Kraftstoffes sind rapsölspezifisch und nicht beeinflussbar.

Trockung der Rapssaat:

– Die Lagerung von Rapssaat sollte bei einem Wassergehalt von unter 7% liegen. Dies ist auch für die Ölgewinnung der anzustrebende Wert.

Einfluss der Temperatur auf die Rapspressung:

– Wie schon erwähnt ist bei der Ölpressung der Gehalt an Phosphor, Calcium und Magnesium beeinflussbar. Mit steigender Temperatur des Presskopfes steigen auch die unerwünschten Inhaltsstoffe. Idealerweise beträgt die Presskopftemperatur 80°C – 100°C und der Düsendurchmesser 10 mm.

Lagerung:

Bei der Lagerung sollte darauf geachtet werden, das diese möglichst dunkel und bei niedrigen Temperaturen zwischen 5°C und 10°C erfolgt. Bei sehr guten Lagerbedingungen kann ein qualitativ hochwertiges Rapsöl bis zu zwölf Monate sicher gelagert werden. Sollten schlechte Lagerbedingungen vorliegen, kann das Öl auch schon nach drei Monaten nicht mehr für die Verwendung als Treibstoff geeignet sein.

 

Video Rapsölpresse

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