Insgesamt sind über 40 Senfarten bekannt. Für die Speisesenfherstellung und als Gewürz sind für Mitteleuropa besonders der Weiße Senf, der Braune Senf (auch als Sareptasenf bezeichnet) und der Schwarze Senf geeignet. Der SchwarzeSenf dient auch als Heilpflanze. Die für die speiseverarbeitende Industrie in Deutschland benötigten Senfkörner stammen heute überwiegend
aus Importen vor allem aus Kanada, Ungarn und Holland. In den neuen Bundesländern wurden bis zum Jahr 1989 ca. 1 200 Hektar Sareptasenf und 5 000 Hektar Weißer Senf angebaut. Nach 1990 kam der Anbau völlig zum Erliegen. Mittlerweile zeichnet sich besonders für den ökologischen Anbau eine Wiederaufnahme des Anbaus ab. Senfhersteller suchen Anbauer und
fördern den Anbau mit Abnahmeverträgen. Ein weiterer Bereich des Anbaus ist die Saatguterzeugung, da der Weiße Senf bzw. Gelbsenf als Zwischenfrucht angebaut wird und durch sein schnelles Wachstum sehr verbreitet ist

Botanik
Der Weiße Senf unterscheidet sich von den beiden Brassicaarten durch die borstige Behaarung der kantigen Stängel und Blattunterseiten. Die Schoten sind ebenfalls behaart und stehen fast rechtwinklig zum Stängel. Der Samen ist gelb. Die Bezeichnung Weißer Senf ist aus dem wissenschaftlichen Artnamen abgeleitet. In der Praxis wird er meistens aufgrund
der leuchtend gelben Blüten als Gelbsenf bezeichnet

Ölgehalt und -qualität
Der Ölgehalt der Samen liegt zwischen 22 und42 Prozent und variiert damit stark. Die Fettsäurezusammensetzung der drei Arten ist unterschiedlich. Der Anteil an Erucasäure ist hoch  und kann 30 bis 45 Prozent betragen. Das als Nebenprodukt anfallende Senföl wird in der chemischen Industrie als Rohstoff für Gleit- und Schmiermittel genutzt.

Quelle: Ölfrüchte im ökologischen Landbau, Informationen für die Praxis

 

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